Noch während der Tätigkeit an seiner Diplomarbeit trat er
seine erste Stellung in der Industrie als Entwicklungsingenieur
bei der Firma "Voigt & Haeffner - Continentale Elektroindustrie
AG" in Frankfurt an, die ihn noch im gleichen Jahr zur
Durchführung von Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der
Lichtbogenlöschung an das
Institut für elektrische Anlagen und
Steuerungstechnik der Technischen Universität Hannover delegierte. Nachdem die Firma "Voigt & Haeffner" an Siemens
verkauft worden war, wurden die Forschungsarbeiten in Hannover
eingestellt und Herr Stenzel wechselte im Oktober 1966 als
Entwicklungsingenieur zur Hackethal Draht- und Kabelwerke
Gutehoffnungshütte AG, der späteren kabelmetal electro GmbH und
heutigen NEXANS.
Zunächst entwickelte er Kabelgarnituren und war
maßgeblich an der Installation der ersten in der Bundesrepublik
Deutschland verlegten 110 kV-Polyäthylenkabelstrecke beteiligt,
deren Endverschlusskonstruktion durch sein Patent geschützt
wurde.
1970 wurde er zum Assistenten des Vorstandes für Forschung
und Entwicklung berufen. 1972 promovierte Herr Stenzel zum
Dr.-Ing. mit dem Thema "Auswirkungen der Verlustleistungen auf
den Sicherungskörper von Hochspannungs-Hochleistungssicherungen
beim Betrieb mit kleinen Überlastströmen" und übernahm danach
die Leitung des Hochfrequenzkabelwerkes der kabelmetal AG in Hannover, die er bis
1982 innehatte. Während dieser Tätigkeit entstanden weitere
wichtige Patente, u. a. zum umweltschonenden Aufschäumen von
Polyäthylenisolierungen für CATV-Kabel mit Hilfe von Stickstoff,
(d.h. ohne das damals übliche, die Ozonschicht schädigende
Frigen). Nach dem Verkauf der kabelmetal electro GmbH an die
französische Alcatel-Gruppe wechselte Dr. Stenzel 1983 zur
Deutschen Forschungsgesellschaft für Blechverarbeitung (DFB),
deren Geschäftsführung er übernahm.
Dank seines Weitblickes und seines Organisationstalents
gelang es Dr. Stenzel, die DFB, die später in Europäische
Forschungsgesellschaft für Blechverarbeitung (EFB) umbenannt
wurde, zur zehntgrößten Forschungsgesellschaft in Deutschland
auszubauen. Während seiner Geschäftsführung bekleidete Dr.
Stenzel in der Arbeitsgemeinschaft industrieller
Forschungsvereinigungen (AiF), dem Dachverband der EFB,
zahlreiche Ämter und wirkte in vielen Gremien mit. Von der
Europäischen Kommission wurde er im Rahmen des
CRAFT-Förderprogramms zum Project Technical Adviser (PTA)
berufen.
1992 gelang es ihm, die internationale Fachmesse für die
Blechverarbeitung, EuroBLECH, von Essen nach Hannover zu holen,
wo sie sich rasant zur Weltleitmesse der Blechverarbeitung
entwickelte. Bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden aus der EFB begleitete er diese wichtige Messe und beeinflusste mit
seinem Rat die weitere Entwicklung.
1996 gründete er in der Tschechischen Republik die nationale
Forschungsgesellschaft für Blechverarbeitung,
ČSVZP, Česká společnost pro
výzkum zpracování plechu, in deren Vorstand er bis 2005 mitwirkte.